
Nachbarschaftshilfe
Für wen ist die Nachbarschaftshilfe da?
Die Nachbarschaftshilfe unterstützt zum einen ältere Menschen, die im Alter selbstständiger leben möchten, aber Hilfe bei alltäglichen Aufgaben wie Einkäufen und Arztbesuchen oder auch Unterstützung im Haushalt benötigen. Senior: innen, die sozial isoliert sind und sich eine Begleitung für Aktivitäten außerhalb des Zuhauses wünschen, sind ebenfalls bei der Nachbarschaftshilfe gut aufgehoben.
Auch Personen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen, die Unterstützung im Alltag benötigen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen, können durch die Nachbarschaftshilfe die benötigte Hilfe erfahren. Hierzu zählen auch Menschen mit Assistenzbedarf, die z. B. bei der Mobilität, Kommunikation oder Freizeitgestaltung begleitet werden möchten.
Durch unsere Nachbarschaftshilfe werden auch Personen mit chronischen Krankheiten (z. B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen), die Hilfe bei der Organisation des Alltags benötigen, unterstützt. Menschen, die unter Depressionen, Angststörungen oder anderen psychischen Erkrankungen leiden benötigen häufig Unterstützung bei sozialen Aktivitäten oder der Strukturierung des Alltags. Nachbarschaftshelfer: innen können hierbei ebenfalls die nötige Begleitung stellen, um Betroffene zu entlasten.
Auch pflegebedürftige Menschen (Pflegegrad 1-5) können Alltagsbegleitung in Anspruch nehmen, insbesondere wenn sie noch relativ selbstständig sind, aber punktuell Unterstützung benötigen
Wie läuft die Begleitung ab?

Die Nachbarschaftshilfe ist vielseitig aufgestellt und zeichnet sich durch verschiedenste Tätigkeiten aus, die der sozialen Betreuung und Aktivierung dienen. Ob Gespräche führen: Zuhören, Trösten, Motivieren oder einfach Gesellschaft leisten – Nachbarschaftshelfer: innen leisten durch ihre vielfältige Sorgearbeit für eine emotionale Unterstützung im Alltag der Betroffenen.
Auch in der Freizeitgestaltung der Betroffenen werden die Nachbarschaftshelfer: innen aktiv: So helfen sie bei der Planung und Durchführung von Aktivitäten wie Spaziergängen, Brettspielen, Vorlesen, Musik hören oder auch Basteln. Gerade im Alter wird das Gedächtnistraining immer wichtiger, um Selbstständigkeit und Mobilität von Menschen zu wahren. Aus diesem Grund nutzt die Nachbarschaftshilfe gezielte Übungen zur Förderung der kognitiven Fähigkeiten, z. B. durch Rätsel, Erinnerungsarbeit oder einfache Rechenaufgaben.
Des Weiteren zielt die Nachbarschaftshilfe darauf ab. die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für die Betroffenen zu erhalten, sodass auch die Begleitung zu Veranstaltungen, Ausflügen oder Treffen mit Freunden und Familie von der Nachbarschaftshilfe übernommen werden kann. Auch das Einkaufen von Lebensmitteln, Medikamenten oder Haushaltsartikeln steht hierbei auf dem Plan.
Für viele Menschen wird die Organisation von Terminen, Arztbesuchen oder Behördengängen immer schwieriger – sogenannte „Formularlotsen“ werden dementsprechend Helfer:innen beim täglichen Papierkrieg.
Was die Nachbarschaftshilfe nicht leistet
Wichtig zu betonen ist es, dass Nachbarschaftshelfer: innen keine Pflegetätigkeiten übernehmen, sondern lediglich eine Unterstützung im Alltag darstellen. Auch die Übernahme von Putztätigkeiten fällt nicht in den Aufgabenbereich der Nachbarschaftshilfe. So nehmen Nachbarschaftshelfer:innen Ihnen keine Haushaltstätigkeiten komplett ab, sondern fördern die Eigenständigkeit durch gemeinsame Unterstützung.
Selbst aktiv werden
Ehrenamtliche Nachbarschaftshelfer: innen müssen dabei mindestens 16 Jahre alt sein. Zur Abrechnung mit den Pflegekassen über den Entlastungsbetrag dürfen sie nicht mit der zu betreuenden Person verwandt oder verschwägert sein und auch nicht in einem Haushalt leben. Auch wenn in einigen Fällen eine Aufwandsentschädigung durch die Pflegekassen erfolgen kann, leisten die meisten Nachbarschaftshelfer:innen ihre Unterstützung völlig ehrenamtlich.
So erreichen Sie uns
Sollten Sie interessiert sein, selbst ehrenamtlich als Nachbarschaftshelfer: in tätig zu werden, können sie sich jederzeit unter der Telefonnummer 05402-965 01 01 an den DRK-Ortsverein Bissendorf e. V wenden. Dasselbe gilt für Betroffene, die auf der Suche nach Unterstützung im Alltag sind.